Hohenzollern entschädigung. Entschädigung der Erbengemeinschaft Hohenzollern: Bundestagsdebatte am 16.01.20

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Hohenzollern entschädigung

Da wird es mit Sicherheit einen Konflikt geben, weil das, was Historiker dazu vortragen, sich möglicherweise nicht so gut in die Sprache der Gerichte einfügen wird. Die Erben des Kaisers fordern Schätze zurück Georg Friedrich Prinz von Preußen, Familienoberhaupt des Hauses Hohenzollern und Ururenkel des letzten Kaisers, fordert vom Staat eine Entschädigung — nach dem Abdanken des Kaisers 1918 beschlagnahmte die Regierung seinen Besitz. Das würde den Entschädigungsanspruch bestätigen. Wenn es so wäre, dann könnte er anders handeln, zumal es keine Kollektivhaftung gibt, er persönlich nichts dafür kann, was seine Vorfahren getan oder nicht getan haben. Man kann Zweifel haben, dass diese Dimension dem Hause Hohenzollern bewusst ist. Projiziert man beispielsweise die Karte Preußens in seiner größten Ausdehnung auf das heutige Europa, stellt man fest, dass eine ganze Reihe europäischer Länder einen unmittelbaren Bezug zur preußischen Geschichte oder sogar eine preußische Vergangenheit haben.

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Hohenzollern: Gerichtsverfahren wird fortgesetzt

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So oder so, Historiker sind keine Hofberichterstatter. Damit sollte es doch - rein moralisch gesehen - gut sein. Das Gesetz von 1994 sieht außerdem die Rückgabe von beweglichen Gütern Mobilien vor, sofern sie sich in den entsprechenden Häusern befunden haben. Er verteidigte die Eigentumsansprüche seiner Familie, die auf Anträgen seines Großvaters Louis Ferdinand von Preußen nach der Wiedervereinigung aufbauen würden. Als mich das Ministerium aus Potsdam um die Expertise bat, bin ich im Zuge meiner Recherchen in Text-, Bild- und Filmquellen selbst überrascht gewesen, wie stark die Verbindungen die Verbindungen der Hohenzollern zum Nationalsozialismus waren, stärker als ich vorher dachte. Wenn man - das machen Historiker gerne - die Geschichte von Anfang an erzählt, dann muss man schon sagen, dass eine ganze Reihe führender Hohenzollern, etwa Prinz Wilhelm oder Prinz August Wilhelm, in vielfacher Hinsicht mit dem Nationalsozialismus paktiert haben, um die Weimarer Republik zu Fall zu bringen. Wenn eine Seite dazu keine Lust mehr hat oder weil Forderungen überzogen erscheinen, dann ist es eben auch mal möglich Verhandlungen abzubrechen.

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Hohenzollern: Gerichtsverfahren wird fortgesetzt

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Süß: Das würde ich genauso sehen. Ich fand es immer bemerkenswert, dass sich die junge Weimarer Republik an diese Eigentumsgarantie gehalten hat, auch gegenüber dem neuen Bürger Wilhelm von Preußen — der doch, von den Siegermächten als Hauptschuldiger verfolgt, nicht gerade unumstritten und für die Republik auch im niederländischen Exil nicht ungefährlich war. « Beide wurden vom Land Brandenburg beauftragt. Aber der Ur-ur-Enkel des letzten deutschen Kaisers, Georg Friedrich Prinz von Preußen, erhebt offenbar Ansprüche auf tausende teils national bedeutsame Kunstwerke aus öffentlichen Museen in Berlin und Brandenburg, kostbare Möbel und Dokumente aus Archiven. Winfried Süß ist Historiker am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Allerdings forderte das Bundesverfassungsgericht die Bundesrepublik auf, eine Entschädigung für diese Enteignungen vorsehen.

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Hohenzollern: Streit um Entschädigung

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Die beiden Letzteren übrigens, so viel kann man sagen, schwächen sich mit ihren Urteilen gegenseitig. Mailadresse bereits bekannt, bitte mit bestehendem Account einloggen und Kinderprofil anlegen Diese E-Mail-Adresse scheint nicht korrekt zu sein — sie muss ein beinhalten und eine existierende Domain z. Um dies zu verhindern, können sie auf Schutzlisten der Länder eintragen werden: Dann können sie nicht mehr so leicht verkauft werden, was deren Wert auf dem Kunstmarkt erheblich schmälert. Juristen werden und müssen diese Entscheidungen treffen. Die Sprache von Unterlassungsaufforderungen taugt nicht, um historische Sachverhalte in ihren verschiedenen Facetten und Betrachtungswinkeln zu erhellen und die Diskussion über den angemessenen Umgang mit dem Hohenzollernerbe so zu führen, wie es der sensiblen und ausdifferenzierten Geschichtskultur unserer Gegenwartsgesellschaft ansteht.

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Hohenzollern: Streit um Entschädigung

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Hierbei handelt es sich um einen von der zuständigen Behörde ermittelten Betrag. Könnte es Rücksicht auf die Hohenzollern als Leihgeber der Schlösserstiftung sein? Nach zwei Tagen wird die Debatte geschlossen. Dichte schwarze Rauchwolken zogen durch Berlin Mitte. Als Kurfürsten von Brandenburg ab 1415 , Preußische Könige ab 1701 und Deutsche Kaiser ab 1871 trugen sie 500 Jahre lang große politische Verantwortung in Norddeutschland und für Deutschland. Und was ist mit den Kunstgegenständen? Unter anderem wurden dabei wertvolle Leihgaben des Hauses Hohenzollern gestohlen, die von Prinz Louis Ferdinand von Preußen im Jahre 1987 persönlich für Ausstellungszwecke zur Verfügung gestellt wurden.

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Hohenzollern: Gerichtsverfahren wird fortgesetzt

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Schloss Lindstedt in Potsdam: Von den Forderungen sind zahlreiche ehemalige Hohenzollernschlösser in und um Berlin betroffen, etwa Rheinsberg, Oranienburg, Babelsberg, Paretz, Sanssouci und Königs Wusterhausen, zudem diverse Museen, Bibliotheken und Galerien. Bislang sprach man unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ich habe keinerlei Probleme mit Adelshäusern, viele leisten heute gute Arbeit und machen sich verdient um Staat und Gesellschaft. Wohnrecht in Schloss Nymphenburg, 12. Dabei finden sich in diesem Text, er steht ja online im Netz, keine Privatgeheimnisse.

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Hohenzollern: Brandenburg stellt Ultimatum im Streit über Entschädigungszahlungen

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Am Ende seines halbstündigen Beitrages über Georg Friedrich Prinz von Preußen sitzt ein Mann an Moderationspult, den die deutschen Fernsehzuschauer nie zuvor gesehen haben dürften. Eine ganz andere Strategie verfolgt der Bund: Er setzt darauf, die Kontroverse ohne eine hässliche öffentliche Debatte über die Rolle der Hohenzollern beizulegen, die auch Versäumnisse und Heucheleien der deutschen Politik ans Licht brächte. Welche Rolle spielte der Tag von Potsdam am 21. Es gibt Historiker, die sich unterschiedlich dazu geäußert haben: Wenn man die Sache vom Ende her denkt, dann kann man sagen: Es stimmt, es hatte keinen Hohenzollern-Prinz eine führende Funktion im Dritten Reich gehabt. Matthias Weller ist Direktor des Instituts für deutsches und internationales Zivilverfahrensrecht an der Universität Bonn und hat die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Professor für Bürgerliches Recht, Kunst- und Kulturgutschutzrecht inne.

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